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Tuesday, November 8th 2011, 11:13am

Testbericht HPI Savage XL

SavageXL = eXtra Large

Das Savage das englische Wort für Wild ist, wissen wir, dass das X in der Typenbezeichnung
nicht für Cross sondern ein Extra an Ausstattung und auch an Fahrspaß steht, das wissen wir
spähtestens seit dem SavageX 4.6. Jetzt setzt HPI noch Eins drauf und bietet uns noch ein
bisschen mehr in Form des Savage XL 5.9!
Ein komplett "größeres" Modell verspricht nicht nur mehr Leistung sondern
auch mehr Fahrspaß!

  • Geliefert wird, wie gewohnt, Alles was man sich bei einem RTR-Modell wünscht. Ein fertig
    aufgebautes und lackiertes Modell mit eingebauter RC-Anlage und Roto-Start. Sogar einen
    Empfängerakku hat HPI schon mit eingepackt. Fehlen nur noch die 8 Akkus oder Batterien für
    den Sender und ein 7,2V-Akku für den Roto-Start. Dieser ist übrigens mit einer extra langen
    Welle ausgestattet, damit man auch durch das extra lange Chass is bis zur Roto-Startaufnahme kommt.
    Die Bedienungsanleitung kommt, wie gewohnt, in englisch, deutsch und französisch und bietet alle Hinweise die der Modellbauer braucht.
    Die Bedienungsanleitung des XL hat übrigens 12 Seiten mehr als die des SavageX. Dies kommt zum Einen durch die 3 Sprachen aber auch
    durch die wesentlich ausführlichere und bebildertere Ausführung. Die Bedienungsanleitung bietet wirklich ausführliche und gut bebilderte Basics.


Die Ausstattung

Der Savage befindet sich nun in der 6. Generation und profitiert von den Erfahrungen über die
Jahre. Dies beweist der Savage, auch Heute noch, in unzähligen Wettkämpfen und Shows.
Der Savage ist durch seine über Jahre gereifte Ausstattung sehr zuverlässig und haltbar. OK, der
Roto-Start zickt schon mal rum und kann einem dann den letzten Nerv rauben. Aber eine Harley
Davidson zickt auch und ist dennoch das beliebteste Motorrad der Welt! Aber gehen wir mal den Antriebsstrang durch.

Da haben wir wahrlich einen Big Block mit satten 5,9 cm³ und einem Drehmoment wie ein Diesel.
Hierzu trägt auch das serienmäßige Alu-Resonanzrohr bei. Die geballte Kraft wird dann über die Alu-3-Backen-Kupplung
auf das Hauptzahnrad weitergegeben. Hier ist nun eine kleine Schwachstelle beim Savage, die es zu beachten gilt.
Trotz des TVP-Chassis, kommt es hier immer wieder zu einer starken Abnutzung des Hauptzahnrades und dadurch auch der
Getriebeglocke mit dem Ritzel. Im extremen Einsatz, wofür der Savage ja auch gebaut wird, kommt es immer wieder zur
Schädigung des Hauptzahnrades und des Ritzels (Kupplungsglocke). Dies liegt aber meist an der falschen Einstellung des Motorsitzes.
Ist dass Flankenspiel der beiden Zahnräder nicht optimal eingestellt, kann dies zur Zerstörung der Zahnräder führen.

So sind die beiden serienmäßigen Zahnräder beim SavageXL direkt aus gehärtetem Stahl.
Die Rutschkupplung, mit der das Hauptzahnrad den Schluss zum 3-Gang-Getriebe findet, wurde
ebenfalls verbessert

Das 3-Gang-Getriebe hat sich schon als HopUp sehr bewehrt und ermöglicht eine optimaleAbstimmung auf jedes Gelände und jede Strecke.
Es ist wartungsfreundlich und extrem haltbar.
Zudem bietet es die Möglichkeit eines optionalen Rückwärtsgangs. Der, je nach Gelände, nicht ganz unbrauchbar ist!

Direkt am hinteren Getriebeausgang sitzt dann auch die Dualscheibenbremse. Sie bietet eine
optimale Verzögerung in jeder Situation. Über eine zentrale von außen gut zugängliche Mutter,
kann sie einfach und schnell optimal eingestellt werden.

Die neuen dickeren Abtriebe und Knochen, wurden extra auf die extreme Kraft des neuen K5.9 Motors abgestimmt.
So kann beherzt gasgegeben werden, ohne Schäden befürchten zu müssen.

Auch die Differentiale, im serienmäßigen Alu-Gehäuse, wurden nochmals verstärkt um den Kräften Stand zu halten.
Hier möchte ich aber dennoch dazu raten, genau wie beim Hauptzahnrad, das Flankenspiel optimal einzustellen.
Dazu sollte mittels sogenannter "Shim-Scheiben" der Sitze des Differentials im Achsgehäuse, so eingestellt werden,
dass die Flanken des Kegelrades optimal in die Flanken des Stirnrades eingreifen. Grade bei Schlägen auf die Räder,
bei hohen Drehzahlen, kann es hier zu Beschädigungen kommen. Dies tritt häufig beim extremen Bashen
in der Kiesgrube oder beim Springen über Rampen auf.

Der SavageXL hat eine Spurverbreiterung um ganze 28 mm erhalten. In Verbindung mit dem
deutlich längeren Radstand weist er so, eine wesentlich bessere "Straßenlage" auf.

Die neuen größeren Reifen geben nicht nur mehr Bodenfreiheit, sondern schlucken auch größere Unebenheiten und Steine viel besser weg,
als Reifen mit weniger hohem Querschnitt. Wie man sieht, ist der komplette Antriebsstrang also so der höheren Leistung
des neuen K5.9 Big Block Motors angepasst worden. Nach dem ersten Testwochenende, auf dem JHT, und ca. 1,5 Litern Sprit,
zeigten sich lediglich normale Einlaufspuren an der Getriebeglocke.
Wie man sieht, haben wir den SavageXL nicht geschont!

Zur Ausstattung gehört auch der praktische Roto Start 2 mit extra langer Welle. Diese ist nötig, da
ja das Chassis verlängert wurde und so der Weg durch die hintere Dämpferbrücke bis zum Motor
wesentlich weiter ist.

Das 2-Kammer Tuning Reso-Rohr (#86138 und der Krümmer (#86247) sind nun serienmäßig
und sorgen für die satte Leistung des K5.9 Big Block Motors.

Eine weitere nütz l i c h e "Verbesserung" bzw. Ausbaustufe, ist die vormontierte Ladebuchse für den Empfängerakku.
So kann der Empfängerakku schnell und bequem von außen geladen werden.
Im Gesamten kann man also sagen, dass der SavageXL K5.9 Big Block wirklich eine
"Erweiterung" des SavageX ist. Hier wurde ein gesundes Maß an Tuning und Erweiterung
eingebracht, die den etwas höheren Preis absolut rechtfertigen.

Ausbaustufe

Wer nun Geschmack an der neuen Ausbaustufe des Savage gefunden hat, muss seinen "Alten" nicht gleich mit ungewünschtem Verlust
verkaufen oder gar entsorgen. Man kann das gute Stück recht einfach aufrüsten. Wer seinen vorhandenen Motor weiter fährt,
der muss nicht sämtliche Teile im Antriebsstrang nachrüsten. Ein paar Teile reichen schon,
um das Wesen des SavageXL auf einen "alten" Savage zu übertragen.

Als erstes hätten wir da das SavageXL Chassis Conversion Set (#100413). Dies beinhaltet das
ver länger t e XL-Chassis (#73941) aus 3mm Aluminium, die neue graue Motorplatte (#86080), ebenfalls aus 3 anstatt 2,5 mm Aluminium
und den längeren und stabileren hinteren Antriebsknochen (#86054). Dadurch wird der Savage um ca. 53,5 mm verlängert.
Die Motorplatte ist übrigens nicht unbedingt nötig, da sie "nur" dicker als die schon vorhandenen
Liliane ist. Aber in der Regel ist der Kauf eines Sets immer günstiger als die enthaltenen Teile einzeln.

Die längeren Radachsen (#86249) bringen dann die noch fehlende Spurverbreiterung von ca. 28 mm.
So fehlt dann nur noch die passende Karosserie (#7750 oder #7777). Wer nun möchte, der kann natürlich auch noch das Tuning-Reso
(#86138 nachrüsten, um noch ein bisschen mehr Leistung aus seinem Motor zu holen. Denn die kann das nun so verbreiterte Fahrwerk locker
verarbeiten. Wer nun dennoch mit dem Gedanken spielt seinen vorhandenen SavageX gegen den neuen einzutauschen,
der muss sich keine Sorge wegen den vorhandenen Ersatzteilen machen. Die gesamten Kunststoff-Ersatzteile sind mit den
Vorgängermodellen aus der X-Serie kompatibel bzw.
identisch. Das einzige, was im Kasten enthalten ist und NICHT verwendet werden kann, ist der Motorschutzbügel,
da dieser nicht mehr bis an die Dämpferbrücke gelangt. Mal sehen wann es da eine angepasste Version geben wird.

Die Leistungsprüfung

Wie schon erwähnt, war der Kern des Tests, die Teilnahme am JHT 2008 in Mechernich. Hier musste der SavageXL zeigen
was er auf dem Kasten hat und ober seine Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern ausspielen kann.
Wir haben ihn in der Hauptsache mit seinen Vorgängern, dem SavageX 4.6 vom letzten Jahr und unserem SavageX mit Volltuning
und LRP Z.28 spec3 Motor verglichen.
Von der Power und der daraus resultierenden Beschleunigung her, konnte er sich ganz klar gegenüber seinen Kontrahenten beweisen.
Der K5.9 Motor entfaltet wirklich ein wahnsinniges
Drehmoment und mit dem 3- Gang-Getriebe eine ebenso erschreckende Höchstgeschwindigkeit.
Nun hatten wir aber etwas Bedenken, dass eben seine Größe und das daraus resultierende leichte Mehrgewicht,
im Probleme im Handling beim Springen bereiten würden. Um so überraschter
waren wir, dass man hier eben keine Abstriche oder Einbußen machen muss. Er lässt sich
ebenfalls einwandfrei dosieren und ausgleichen. Im Übrigen ist der Spritverbrauch auch sehr moderat und nur unwesentlich höher,
als bei seinen beiden Kontrahenten.

Unterm Strich ist der SavageXL K5.9 Big Block eine wahre Freude und ein mehr als überzeugendes RTR-Set,
welches für den Einsteiger keine Wünsche mehr aber für den Fortgeschrittenen ausreichend Optionen offen lässt.

Fazit:

Der HPI SavageXL 5.9 Big Block beinhaltet nicht nur die durchdachte Ausstattung des SavageX
4.6 Big Block sondern streckt sich um fast einen Maßstab auf 1:7!
Somit ist er eine wirkliche "Weiterentwicklung" und wertet die Savage Modell-Palette um einen
"Maßstab" und eine neue Ausbaustufe auf.

Technische Daten / Ausstattung:

o Motor: K5.9 Big Block
o Leistung: 3,75 PS/ 39.500 U/min.
o Antrieb: 4WD (permanent)
o Länge: 570 mm
o Breite: 435 mm
o Höhe: 255 mm
o Radstand: 390 mm
o Reifen: 170 x 86 mm
o Radmitnehmer: 17 mm Sechskant
o 4WD-Antrieb
o 3-Gang Schaltgetriebe
o 3-Backen Alu-Kupplung
o Stahl-Hauptzahnrad
o Dickere Knochen
o Einzelradaufhängung
o Voll kugelgelagert
o einstellbare Öldruckstoßdämpfer
o Verstärkte Differentiale
o Doppelscheibenbremse
o Ready-To-Run
o Inkl. 6V 1200mAh Empfängerakku
o Sender: original TF-3 27 MHz AM
o Empfänger: original RF-1 2-Kanal 27MHz AM
o Motor: HPI K5.9 Big Block
o Gasservo: HPI SF-1
o Lenkservo: HPI SF-5 (8,9kg/cm bei 6V )

Benötigte Teile zur Komplettierung:

o 8 Mignon AA Akkus oder Batterien für den Sender
o Glüher für die Glühkerze
o 7,2 Volt Akku mit TAMIYA-Stecker für den Rotostart2
o Modellkraftstoff
Die wirklich guten Fahrer haben die Fliegen auf den Seitenscheiben
Lg Maxx
Bash - Crew - Austria
Savage X SS, Savage Flux HP and Savage XS Flux

Used tags

HPI Racing, Savage XL

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